
TecNews
Neues im Bereich Navigations - und Kommunikationselektronik
AIS (Automatic Identification System)
Bietet auch für die Sportschifffahrt viele Sicherheitsvorteile. Erste Geräte, im Preis deutlich unter 500,00 €, sind bereits auf dem Markt. Wollen Sie Ihre Yacht damit nachrüsten? Wir sind Ihr Partner!
AIS-Grundlagen:
Ab 2005 sind alle ausrüstungspflichtigen Schiffe (ab 300 BRZ) verpflichtet, ein zugelassenes AIS-Sende- und Empfangsgerät betriebsbereit mitzuführen.
AIS-Funktion:
Fahrzeuge, die mit einem AIS Sendegerät (Transponder) ausgestattet sind, senden eine Kennung über einen UKW-Funk-Kanal aus. Das AIS nutzt einen eigenen GPS Empfänger und ein internes UKW-Funkgerät. Es kommuniziert mit AIS Empfängern auf allen Schiffen in Funkreichweite. Ein AIS-Datensatz enthält mindestens:
MMSI (Maritime Mobile Service Identity)
IMO Nummer (wenn vorhanden)
Schiffskennung und Name
Länge und Breite des Schiffes
Schiffstyp
Kurs über Grund
Schiffsposition mit möglicher Abweichung
Geschwindigkeit über Grund
Vorausrichtung
Drehgeschwindigkeit
Tiefgang
Informationen über gefährliche Güter
Empfangende Fahrzeuge (Sportschifffahrt): Eine separate UKW-Funk-Antenne nimmt diese Kennung für das AIS-Empfangsgerät auf. Mittels der GPS Position aus z.B. einem externen GPS-Gerät (über NMEA-Signal) zeigt ein handelsüblicher AIS-Empfänger ein Lagebild der Schiffe, die in diesem Bereich (etwa 30 sm) den Empfänger umgeben. Die Schiffsbewegungen können z.B. auf einem Bildschirm zeitnah dargestellt werden. Unübersichtlicher sind tabellarische Positions-und Datensätze, die jedoch am Empfänger keine GPS-Position benötigen. Nachteilig ist auf Sportschiffen ohne Radar, das Schiffe, die keinen AIS-Transponder mit sich führen, z.B. weil sie nicht ausrüstungspflichtig sind, nicht angezeigt werden. Insoweit besteht ein erheblicher Unterschied zu einer Radaranlage, die von einem AIS-Sportschiff-Empfänger wohl ergänzt, jedoch nicht ersetzt werden kann!
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